Wer kann, Herr, deine Liebe fassen

Wer kann, Herr, Deine Liebe fassen,
wer ihre Tiefen je verstehen,
die Liebe, die Dich ließ verlassen
des Vaterhauses lichte Höhn,
zu tragen willig Schmach und Hohn
und unsern Sünden Lohn

Sind's die Gewaltigen an Stärke,
die Wächter dort im Heiligtum,
sind's Deiner Schöpferhände Werke,
die würdig künden ihren Ruhm,
der Liebe, die in bittrer Not
Dir bracht' den Kreuzestod?

Wer anders könnte sie erfassen
als Sünder, einstmals arm und blind,
die fern von ihr im Finstern saßen
und nun des Lichtes Kinder sind!
Wir preisen jubelnd ihre Macht,
die uns zu Dir gebracht.

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