Ich will streben nach dem Leben

Ich will streben nach dem Leben, wo ich selig bin;
ich will ringen, einzudringen, bis dass ich's gewinn.
Hält man mich, so lauf ich fort, bin ich matt, so ruft das Wort:
Fortgerungen, durchgedrungen bis zum Kleinod hin!

Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron
will ich eilen; das Verweilen bringt oft bösen Lohn.
Wer auch läuft und läuft zu schlecht, der versäumt das Kronenrecht.
Was dahinten, das mag schwinden! Ich will nichts davon.

Jesu, richte mein Gesichte nur auf jenes Ziel;
lenk die Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl!
Lockt die Welt, so sprich mir zu, schmäht sie mich, so tröste du;
deine Gnade führ gerade mich aus ihrem Spiel!

Du must ziehen, mein Bemühen ist zu mangelhaft.
Wo ihr's fehle, spürt die Seele; aber du hast Kraft,
weil dein Blut ein Leben bringt und dein Geist das Herz durchdringt.
Dort wird's tönen bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft.

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