Lasst zu meinem Herrn mich ziehen

Lasst zu meinem Herrn mich ziehen,
meine Seele eilt Ihm zu;
wo die ew'gen Sonnen glühen,
wartet mein die Sabatruh;
war's auch schön in eurem Kreise,
von der Erde scheid‘ ich gern:
Gnade gab der Herr zur Reise,
lasst mich ziehn zu meinem Herrn!

Lasst zu meinem Herrn mich ziehen,
dem ich schulde ewig Dank,
der am Kreuz mit heißem Mühen
auch um meine Seele rang.
Fern im Osten glänzt der Morgen,
funkelt hell der Morgenstern;
weinet nicht, ich bin geborgen —
lasst mich ziehn zu meinem Herrn!

Lasst zu meinem Herrn mich ziehen!
Warum haltet ihr mich auf?
Aus der Fremde lasst mich fliehen,
nach der Heimat geht mein Lauf.
Salems Tore, Zions Mauern
seh' ich schimmern schon von fern —
liebt ihr mich, so lasst das Trauern,
lasst mich ziehn zu meinem Herrn!

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